Transportschäden: 5 Ursachen, 5 Gegenmittel
von Michael Bargl · 21. Juli 2026

Die meisten Schäden entstehen durch überstehende Ware, fehlende Sicherung auf der Palette, ungeschützte Kanten, einen ungeeigneten Ladungsträger und fehlende Kennzeichnung. Wenn Sie diese fünf Punkte prüfen, vermeiden Sie die meisten Schäden.
Transportschäden sind selten. Aber wenn sie passieren, folgen sie erstaunlich oft demselben Drehbuch. Was im Schadensfall zu tun ist, steht unter Schadensabwicklung. Diese fünf Ursachen sehen wir am häufigsten:
1. Ware ragt über die Palette
Überstände sind Angriffsfläche: Beim Umschlag stößt genau diese Ecke zuerst an. Gegenmittel: bündig packen oder größeren Ladungsträger wählen.
2. Keine oder lose Fixierung
Was auf der Palette rutscht, arbeitet sich bei jeder Kurve weiter. Gegenmittel: Stretchfolie plus Zurrbänder. So wird die Ware Teil der Palette.
3. Ungeschützte Kanten
Gurte und Folie drücken auf Kanten, bei empfindlicher Ware entstehen Druckstellen. Gegenmittel: Kantenschutz aus Pappe oder Kunststoff.
4. Falscher Ladungsträger
Eine beschädigte oder zu kleine Palette gefährdet die ganze Sendung. Gegenmittel: intakte Europalette in passender Größe, ab 30 kg Stückgewicht immer palettieren.
5. Fehlende Kennzeichnung
Ohne „Stapelverbot“ oder „Bruchgefahr“ behandelt das Depot Ihre Sendung wie jede andere. Gegenmittel: klare Warnhinweise an mehreren Seiten.
Wenn es doch passiert
Sichtbare Schäden direkt auf dem Abliefernachweis vermerken lassen und sofort melden, auch ohne Konto. Bei hochwertiger Ware buchen Sie vorher die Transportversicherung mit.