So packen Sie eine Palette.

Eine Palette verpacken Sie so: schwere Ware nach unten, nichts über den Rand, mit Kantenschutz, Stretchfolie und Spanngurten sichern. Ab 30 kg Stückgewicht muss die Ware auf eine Palette oder unterfahrbar sein, damit sie mit dem Hubwagen verladen werden kann.

Drei große Kartons mit Kantenschutz und Gurten sicher auf einer Europalette
1

Anheben

Ein Hubwagen schiebt die Gabeln unter Ihre Palette und hebt sie an.

2

Im Lkw

Unterwegs steht sie dicht an dicht neben Paletten anderer Kunden.

3

Umladen im Depot

Im Depot wird sie auf ein anderes Fahrzeug umgeladen.

4

Zustellung

Am Zielort wird sie ein zweites Mal umgeladen und zugestellt.

Deshalb reicht es nicht, dass die Ware im Karton sicher liegt. Sie muss auch als Ganzes auf der Palette bleiben, wenn sie angehoben, gefahren und abgesetzt wird.

Links geht kaputt, rechts kommt an.

Dieselbe Ware, dieselbe Palette. Der Unterschied sind drei Handgriffe.

So nichtDie Kartons stehen über den Palettenrand, sind versetzt gestapelt und nicht umwickelt. Die überstehende Ecke bleibt beim Umladen hängen.
SoBündig innerhalb der Palette, Kante auf Kante, mit Folie bis um die Palettenbretter und dem Etikett an der Seite.

Karton oder Palette?

Die Antwort hängt an Gewicht und Größe. Ab 30 kg ist die Palette Pflicht.

Es muss auf eine Palette

ab 30 kg oder größer als eine Palettenfläche

Alles, was schwerer oder sperriger ist, wird mit dem Hubwagen bewegt und braucht deshalb einen Unterbau, eine Palette oder Kufen, unter die der Hubwagen fahren kann. Ohne das kann unser Fahrer die Sendung nicht aufnehmen.

Darunter ist die Palette keine Pflicht

unter 30 kg und handlich

Leichte Ware, die ein Mensch allein tragen kann, muss nicht auf eine Palette. Dann braucht es einen Karton, der so stabil ist, dass man ihn stapeln kann, ohne dass er eindrückt. Für einzelne kleine Pakete ist ein Paketdienst meist die passendere Wahl.

Das brauchen Sie.

Sechs Dinge, alle im Baumarkt oder Großhandel zu bekommen. Die Fachbegriffe stehen dabei, damit Sie sie im Laden finden.

Eine heile Palette
Meist eine Europalette mit 120 mal 80 Zentimetern. Kein gebrochenes Brett, kein Schimmel, nicht durchnässt. Eine kaputte Palette bricht beim Anheben.
Stretchfolie
Die dehnbare Klarsichtfolie von der Rolle. Sie hält die Ware zusammen und macht aus vielen Teilen ein Packstück.
Füllmaterial
Papier, Luftpolster oder Schaumstoff für die Lücken. Was rutschen kann, fällt irgendwann.
Kantenschutz
Winkel aus Pappe oder Kunststoff für die vier Ecken. Sie verteilen den Druck der Gurte und schützen die Ware vor Stößen.
Spanngurte
Bei schwerer oder hoher Ware zusätzlich zur Folie. Über die Ecken geführt, nicht direkt auf die Ware.
Das Versandetikett
Bekommen Sie nach der Buchung zum Ausdrucken. Ohne Etikett findet die Palette im Depot nicht weiter.

In sechs Schritten.

Bei jedem Schritt steht, warum er wichtig ist. Das merkt sich leichter als eine Regel ohne Grund.

Von unten nach oben, dann wickeln, dann etikettieren. Die Reihenfolge ist kein Zufall: Jeder Schritt setzt den vorherigen voraus.
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Palette prüfen

Nehmen Sie eine Palette ohne gebrochene Bretter und ohne Nässe. Sie trägt alles, was darauf steht, und wird mehrfach angehoben.

2

Schweres nach unten

Die schweren Kartons bilden die Basis, die leichten kommen obendrauf. Andersherum wird das Untere zerdrückt und der Stapel kippt.

3

Nichts über den Rand

Die Ware muss innerhalb der Palettenfläche bleiben. Was übersteht, ist beim Umladen das Erste, was irgendwo hängen bleibt und abreißt.

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Kante auf Kante stapeln

Kartons genau übereinander, nicht versetzt wie eine Ziegelmauer. Ein Karton trägt nur an seinen Kanten; in der Mitte bricht er ein.

5

Lücken füllen und einwickeln

Hohlräume mit Füllmaterial schließen, dann mindestens drei Lagen Stretchfolie rundherum, unten die Palette mit umwickeln. Erst dadurch wird aus dem Stapel ein Stück.

6

Etikett an die Seite

Flach, trocken und gut lesbar an eine Längsseite kleben, nicht oben auf die Folie. Oben liegt später eine andere Palette.

Hinweise für Ihre Ware.

Die Regeln hier gelten für jede Palette. Was darüber hinaus für Ihre Warenart gilt, steht auf der jeweiligen Seite.

Was am häufigsten schiefgeht.

Diese sechs erklären fast jeden Transportschaden, den wir im Kundenservice sehen. Daneben steht, was daraus wird.

  • Die Ware ragt über den PalettenrandBeim Umladen bleibt die überstehende Ecke hängen und bricht ab. Häufigster Schadensgrund überhaupt.
  • Zu wenig Folie, nur ein, zwei LagenBeim ersten scharfen Bremsen verrutscht der Stapel und kippt an der nächsten Kurve.
  • Die Palette ist nicht mit umwickeltDie Ware rutscht als Ganzes von der Palette, obwohl sie in sich stabil ist.
  • Kartons versetzt gestapeltDie tragenden Kanten stehen in der Luft, der untere Karton bricht unter dem Gewicht ein.
  • Das Etikett klebt oben auf der FolieSobald eine zweite Palette daraufsteht, ist es nicht mehr lesbar und die Sendung bleibt liegen.
  • Eine kaputte oder nasse PaletteSie bricht beim Anheben mit dem Hubwagen, und dann liegt die ganze Ware auf dem Hof.

Wenn es nicht der Normalfall ist.

Vier Situationen, die im Kundenservice regelmäßig auflaufen.

  • Langes Material

    Rohre, Profile oder Bretter werden gebündelt und auf zwei Paletten gelegt, die zusammengebunden werden. Bis unter 5 m Länge ist das der normale Weg, darüber sprechen Sie uns vorher an.

  • Empfindliche Geräte

    Erst in den eigenen Karton mit Polsterung, dann auf die Palette, dann Kantenschutz. Ein Aufkleber „Bruchgefahr“ ersetzt keine Polsterung, er ergänzt sie.

  • Mehrere Paletten

    Jede Palette wird einzeln verpackt und einzeln etikettiert. Zwei Paletten aneinanderzubinden hilft nicht, sie werden trotzdem getrennt bewegt.

  • Ware, die stapelbar sein soll

    Nur als stapelbar buchen, wenn oben eine ebene, tragfähige Fläche entsteht. Steht etwas über oder ist die Oberseite uneben, ist die Sendung nicht stapelbar, auch wenn es günstiger wäre. Dann gehört das Warnhütchen oben auf die Palette, damit es im Depot auch jeder sieht.

Was passt noch auf eine Palette?

Darüber ist es keine normale Stückgutsendung mehr. Dann rechnen wir nach Lademetern und kalkulieren auf Anfrage.

Länge und BreiteLänge unter 5 m, Breite unter 2 m; üblich ist die Europalette mit 120 × 80 cm
HöheUnter 2,20 m inklusive Palette
GewichtUnter 1.000 kg je Packstück, unter 3.000 kg je Sendung
StapelbarNur bei ebener, tragfähiger Oberseite. Dann teilen sich zwei Paletten einen Stellplatz

Häufige Fragen

Woher bekomme ich eine Palette?

Im Baumarkt, im Großhandel oder bei einem Palettenhändler in der Nähe. Gebrauchte Europaletten kosten meist zwischen 10 und 20 Euro. Wichtiger als neu oder gebraucht ist der Zustand: kein gebrochenes Brett, nicht nass, nicht schimmelig.

Was passiert, wenn meine Verpackung nicht ausreicht?

Der Fahrer darf eine Sendung, die er nicht sicher transportieren kann, stehen lassen. Und geht unterwegs etwas kaputt, weil die Verpackung nicht genügt hat, greift die Haftung nicht; so steht es in Ziffer 10.4 unserer AGB. Im Zweifel lieber zehn Minuten länger wickeln.

Muss ich die Palette wirklich mit einwickeln?

Ja, und das ist der Schritt, der am häufigsten vergessen wird. Wickeln Sie nur die Ware, hält sie zwar zusammen, rutscht aber beim Bremsen als Ganzes von der Palette. Die Folie muss unten mindestens einmal um die Palettenbretter laufen.

Wie hoch darf meine Palette werden?

Unter 2,20 m Gesamthöhe inklusive Palette, bei einer Länge unter 5 m, einer Breite unter 2 m und unter 1.000 kg je Packstück. Wird es mehr, ist es keine normale Stückgutsendung mehr; dann kalkulieren wir eine Teilladung auf Anfrage.

Reicht Paketklebeband statt Stretchfolie?

Nein. Klebeband hält einzelne Kartons zu, aber es verbindet den Stapel nicht mit der Palette und gibt bei Zug sofort nach. Stretchfolie ist dehnbar und zieht sich zusammen, dadurch hält sie die Ladung dauerhaft unter Spannung.

Fabian Steinzer
Fabian SteinzerKundenservice

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Depots
53
Sendungen im Jahr
14,4 Mio.